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Wie DSGVO-konform sind Cookies?

Was sind Cookies?

Cookies sind kleine Textdateien, die beim Besuch von Webseiten auf dem Rechner von Usern gespeichert werden. Wenn die User die Seite erneut besuchen, werden sie wieder zurück an den Server gesendet. Durch die Cookies werden beispielsweise User-Voreinstellungen gespeichert, die bei einem erneutem Seitenaufruf direkt abgerufen werden können. Hier spricht man auch von einem First Party Cookie.

Die Cookies bestehen aus einer zufällig generierten ID, durch die der User wiedererkannt werden kann. Die Cookies haben des Weiteren ein Ablaufdatum, das nach dem Schließen einer Webseite eintritt (wie bei Session-Cookies) oder über mehrere Jahre läuft (wie bei Marketing-Cookies). Session-Cookies sind technisch notwendige Cookies, die zum Beispiel User-Einstellungen wie Sprache oder den Warenkorb betreffen, Marketing-Cookies sind technisch nicht notwendig wie zum Beispiel bei Affiliate-Diensten.

Die Marketing-Cookies sammeln große Datenmengen über die einzelnen User, die für die Webseitenbetreiber wie Onlineshops sehr von Nutzen sind. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat diesbezüglich festgelegt, dass User ihre ausdrückliche Genehmigung für die Nutzung aller technisch nicht notwendigen Cookies geben müssen, bevor diese gesetzt werden. Dies geschieht meist über einen Cookie Banner, der viele verschiedene Informationen enthalten muss wie den Zweck der Verarbeitung.

Ein Cookie Hinweis ist also eine Möglichkeit für Websites, die Zustimmung der Nutzer einzuholen, um deren persönliche Daten legal verarbeiten zu können – wie es die DSGVO vorschreibt.

Third Party Cookies als Besonderheit

Third Party Cookies sind Cookies, die Daten eines Users über mehrere Webseiten hinweg zusammentragen. Sie werden durch Werbeanzeigen von Werbetreibenden auf anderen Webseiten platziert, um so verschiedene Informationen über die Besucher der Webseite zu sammeln. First Party Cookies platzieren die Webseitenbetreiber selbst.

Ein Beispiel für Third Party Cookies:

Eine Person besucht den Onlineshop eines Schuhhändlers. Dort befindet sich die Werbeanzeige eines Drittanbieters, einer Sportmarke. Schaut der Besucher sich nun den Onlineshop eines Modeherstellers an, auf der ebenfalls die Werbeanzeige der Sportmarke platziert ist, kann der Anbieter der Werbeanzeige den Weg des Nutzers tracken.

Gibt es eine Zukunft für Third Party Cookies?

Die Browser-Anbieter wie Apple Safari und Mozilla Firefox blockieren standardmäßig alle Third Party Cookies.

Google wollte nachziehen und diese ebenfalls standardmäßig blockieren, entschied sich aber im Juli 2024 dazu, einen anderen Weg zu gehen. Durch die sogenannte „Privacy Sandbox“ soll es Nutzern von Chrome möglich sein, die Wahlmöglichkeiten für Inhalte zu selbst festzulegen anstatt sie im voraus zu blockieren. Dadurch sollen die Nutzer selbst entschieden, in welchem Ausmaß Daten über sie gesammelt und daraus Profile erstellt werden können. Weitere Informationen zu der Privacy Sandbox finden Sie auf der Webseite von Google.

Die Entscheidung von Google hat insofern eine große Bedeutung für den Datenschutz einzelner Nutzer, da rund 60% aller Nutzer Google Chrome als Browser nutzen. 

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